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Voltigieren ist Turnen auf einem an der Longe gehenden Pferd, das von einem Longenführer auf einem Kreis von ca 15 m Durchmesser, dem Voltigierzirkel, geführt wird. Das Pferd läuft in den Gangarten Schritt oder Galopp.
Entstanden ist das Voltigieren im Mittelalter, wo es als Geschicklichkeitstraining für die Ritter diente. 1920 wurde es einmalig olympisch als Kunstreiten und durfte nur von Männern ausgeführt werden.
Vor ca. 40 Jahren etablierte sich das Voltigieren als eigenständiger Turniersport. Heute wird es auf der ganzen Welt ausgeübt, hauptsächlich jedoch in Europa.
Die Voltigierer starten an den Turnieren in den Kategorien A,B,C,D und N, sowie im Einzel in A und B. Sie werden von drei bis vier Richtern benotet. In den oberen Kategorien und im Einzel werden Pflicht und Kür im Galopp gezeigt, wobei bis zu drei Turner auf dem Pferd sind. Im N und D zeigt die Kür im Schritt. Die Sportler tragen einheitliche Trikots und Voltigierschuhe, die Turnschläppchen ähneln. Das gesamte Programm wird zu einer passenden, selbstgewählten Musik geturnt und interpretiert.
Als Halt auf dem Pferd dient ein kurz hinter dem Widerrist aufliegender Voltigiergurt, der mit zwei Handgriffen und zwei Fußschlaufen versehen ist. Zum Schutz seines Rückens trägt das Pferd zudem eine Voltigierdecke, das Pad, und eine Schaumstoffunterlage unter dem Gurt.
Das Pferd ist ein wichtiger Bestandteil des Teams und wird von den Voltigierern vor und nach dem Training oder Turnier geputzt, belohnt und umsorgt. Es bietet einen idealen Einstieg in den Pferdesport für Kinder ab ca. 6 Jahren.
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